UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer

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Ende Juni 2009 ist das Wattenmeer von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt worden. Diese Auszeichnung macht deutlich, dass es weltweit nichts Vergleichbares gibt, und sie lässt einen spätestens jetzt mit Ehrfurcht auf diese ursprüngliche Meeresregion blicken.

Das Wattenmeer bietet ein überwältigendes Naturschauspiel, das sich immer und immer wiederholt. Das tosende Rauschen der Wellen, das langsamer leiser wird, sich zurückzieht, und ein feines Plätschern zurücklässt – und Stille… Dann je unterbrochen von neuem Treiben: Geschnatter, Pfeifen, Singen, Kreischen – und Stimmen. Doch da ist es wieder, das Plätschern. Es wird lauter, fester, einnehmender. Die Stimmen verstummen, weichen schließlich dem Schwappen und Rauschen der Wellen.

Dieser Lebensraum ist einmalig, denn er wird gleichermaßen von Meeres- und Landbewohner geteilt. Wo sich eben noch Heringe im Schwarm vereinigten, Muscheln das Wasser filterten, Krebse und Schollen im Boden unsichtbar wurden sowie der Seehund und die Kegelrobbe den Fischen hinterherjagten, waten und laufen an derselben Stelle nur wenige Stunden später Gänse, Austernfischer, Möwen – und Menschen.

 

Das Wattenmeer – geprägt von den Gezeiten – ist jeden Tag eine neue Herausforderung, für die Tier- und Pflanzenwelt und die Küstenlandschaft. Nichts bleibt, wie es ist: Mit dem ständigen Herannahen und sich Zurückziehen des Wasser verändern sich die Rinnen, Priele, Platen, Inseln und Küstengebiete.

 

Das Wattenmeer – die Schatzkammer der Nordsee – beeindruckt durch ihre große Arten- und Pflanzenvielfalt. Mehr als 10 000 Tier- und Pflanzenarten sind hier zu Hause. Allein die Salzwiesen, die das Meer bei Sturmfluten regelmäßig überspült, nimmt 2300 verschiedene Arten bei sich auf: Die Gräser, Blumen, Algen und Pilze bieten Nahrungs- und Rastplatz für 400 verschiedene Insekten und fast 100 Vogelarten. Im Wasser leben über 100 unterschiedliche Fische und rund 400 Bodentiere, wie Würmer und Schnecken.

 

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